Geschichte des bee Intr@ThinClient
Die ersten Terminals, die von uns gebaut wurden, entstanden 1995 in Zusammenarbeit mit dem iX-Magazin und dem iX-Redakteur Harald Milz. Die Möglichkeiten eines X-Terminals sind allerdings auf die Darstellung von Applikationen beschränkt, da im Wesentlichen nur der X-Server lokal auf dem Terminal läuft. Um die Hardware des Terminals besser nutzen zu können und dabei den/ die Applikations-Server zu entlasten sind weitere Teile der Software zum Teil auf die Terminals ausgelagert worden. Hierbei stand im Vordergrund, dass diese Teile zentral verwaltet werden können.
Auf dieser Basis sind die Fähigkeiten des Terminals laufend an die Anforderungen der Kunden angepasst worden. Inzwischen ist aus dem reinen X-Terminal ein sehr vielseitig einsetzbarer ThinClient geworden, der mit den Anforderungen weiter wächst. Da die ersten X-Terminals keinen lokalen Massenspeicher besassen und übers Netzwerk gebootet wurden, können die heutigen Nachfolger ebenfalls zentral verwaltet und konfiguriert werden. Die zentrale Verwaltung schliesst natürlich auch ein, dass einzelne Terminals bei Bedarf mit minimalem Aufwand (bei eventuellen Defekten oder Hard- und Software-Updates) ausgetauscht oder anderen Aufgaben zugeführt werden können.
Die ersten Anforderungen, die an uns herangetragen wurden und über das Profil eines reinen X-Terminals hinausgingen waren ein lokaler Window-Manager, Multihead-Fähigkeit mit und ohne Xinerama und Overlays also Applikationen mit 8 und 24 Bit Farbtiefe gemeinsam auf einem Bildschirm.
Die Overlay-Technologie wird heute immer noch dort eingesetzt, wo alte Unix-Applikationen auf modernen Arbeitsplätzen dargestellt werden sollen. Dieses ist besonders in der Prozess-Überwachung und ähnlichen Umgebungen wie z.B. in der Versorgungsnetzüberwachung (Strom, Gas, Wasser, Mobilfunk, Festnetz, ...) der Fall. Um einen Überblick eines möglichst großen Netzausschnitts zu haben sind üblicherweise Geräte mit mehreren Bildschirmen im Einsatz. Im Extremfall sind die Applikationen so aufgebaut, dass sie nicht nur ein Display mit 8 Bit Farbtiefe benötigen, sondern einige Teilfenster in 8 Bit Farbtiefe (PseudoColor) und gleichzeitig andere Fenster in 24 Bit (TrueColor) darstellen wollen. Neben bis zu acht Monitoren mit einer maximalen Auflösung von 1920x1200 an einem Gerät sind auch bis zu vier Monitore von 2560x1600 Pixeln Auflösung realisierbar (und realisiert worden).
Mit dem lokalen Window-Manager sind mehrere kleine X11-Applikationen, wie z.B. das xterm oder die xclock installiert worden. Nach und nach kamen dann immer mehr Applikationen hinzu, die alle die Serverseite entlastet haben oder auf lokale Resourcen wie Soundkarten und USB Devices zugreifen mussten.
Die Bauform der Geräte ist beinahe so zahlreich wie die Anwendungsmöglichkeiten - sie reichen von "Booksize"-Geräten bis hin zu spezialgedämmten Geräten, die in besonders leisen Büroumgebungen stehen. Je nach Bedarf sind Mozilla / Firefox / Thunderbird, OpenOffice und viele andere Desktop- und Multimedia-Anwendungen lokal verfügbar. Haus-interne Applikationen können problemlos auf den Terminals installiert und ausgeführt werden. Ihre Wandlungsfähigkeit stellen die Geräte in heterogenen Umgebungen unter Beweis: mit kleinen Konfigurations-Änderungen wird aus einem "ThinClient" ein Windows-Arbeitsplatz, der sein Login und die Anwendungen von einem Windows-TerminalServer erhält.
